Porsche 935 J #6 | ein legendärer Gruppe 5 Rennwagen - modifiziert von Joest Racing
Beim DRM-Rennen auf dem Norisring 1980 (200 Meilen von Nürnberg) erlebten Rolf Stommelen und sein Porsche 935 J der Liqui Moly Equipe ein dramatisches und folgenschweres Wochenende. Mit der Trainingsbestzeit von 50,02 Sekunden startete Rolf Stommelen von der Pole-Position ins Rennen. Doch bereits kurz nach dem Start kollidierte er mit seinem Dauerrivalen Bob Wollek (unterwegs auf einem Gelo Porsche 935). Stommelen musste für einen Reifenwechsel an die Box - für Wollek war das Rennen beendet. Nach 22 Runden erlitt der von Joest Racing modifizierte Porsche 935 J einen Motorschaden und damit waren die 200 Meilen von Nürnberg auch für Stommelen vorbei. Das Rennen gewann John Fitzpatrick auf einem Porsche 935 K3 von Dick Barbour Racing vor Stommelens Teamkollege Volkert Merl.
Das Norisring-Wochenende ging vor aber allem durch den darauf folgenden Sponsoren- und Teamstreit in die Motorsport-Geschichte ein. Sowohl die Performance und die technische Vorbereitung seines Porsche 935 J als auch die Teamführung von Reinhold Joest wurden von Stommelen massiv kritisiert. Die Reaktion von Hauptsponsor Liqui Moly und Teamchef Joest lies nicht lange auf sich warten und führte letztendlich zur fristlosen Kündigung Stommelens noch während der laufenden DRM-Saison. Die restlichen Rennen absolvierte Rolf Stommelen - nach dem Wechsel zum Kremer-Team - auf einem Porsche 935 K3.









