Alpine Renault A220 #30 | Ein französischer Sportwagen-Prototyp, der in den Jahren 1968 und 1969 speziell für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans entwickelt wurde
Die Alpine A220 #30 wurde beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1968 von den französischen Rennfahrern Jean Vinatier (Jr.) und André de Cortanze pilotiert. Als einziges der vier gemeldeten Alpine-Teams mit dem neuen Gordini-V8-Motor beendete das Duo das Rennen nach 24 Stunden auf dem 8. Gesamtrang. Der französische Sportwagen-Prototyp, der in den Jahren 1968 und 1969 speziell für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans entwickelt wurde, markierte einen historischen Wendepunkt für den Hersteller Alpine, da Firmengründer Jean Rédélé erstmals vom strikten Prinzip „Leichtbau vor Leistung“ abwich. Das Ziel war es, mit einem hubraumstärkeren Motor in der großen Prototypen-Klasse gegen die internationale Konkurrenz anzutreten.
Doch der Wagen litt unter mangelnder Zuverlässigkeit und einer für die Top-Klasse zu geringen Motorleistung. Für die Saison 1969 wurde die Karosserie modifiziert. Unter anderem wurden die Kühler ins Heck verlegt und kleine Frontspoiler montiert. Die veränderte Luftführung führte jedoch vermehrt zu thermischen Problemen an Motor und Getriebe. Da die großen Erfolge auf der Rundstrecke ausblieben, konzentrierte sich Alpine in den Folgejahren mit der legendären Alpine A110 wieder verstärkt auf den Rallyesport, bevor das Projekt der Le-Mans-Prototypen im Jahr 1978 mit dem Sieg des Renault-Alpine A442 von Erfolg gekrönt wurde.










